Als Outs bezeichnet man die Anzahl der Karten, die das eigene Blatt verbessern.
Beispiel:
Starthand: König (Pik), 8 (Kreuz)
Wir hätten in diesem Fall 6 Outs (3 Könige und 3 Achten)
Pot Odds
Anhand der Pot Odds lässt sich errechnen, ob sich ein Call bei einer bestimmten Potgröße und den benötigten Outs rentiert. Die Pot Odds sind das Verhältnis zwischen dem zu gewinnenden Pot und dem zu bringenden Einsatz. Nach dem Flop sollten wir wissen wie groß unsere Chancen auf ein besseres Blatt sind.
Doch nun stellt sich uns die Frage: Lohnt es sich den überhaupt den Einsatz zu bringen, um eine dieser Outskarten zu erlangen?
Berechnung der Pot Odds
Um erfolgreich pokern zu können sollte man in jedem Spiel seine Gewinnquote berechnen können. Es ist unser Ziel nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit zu entscheiden ob ein Call rentabel ist oder eher nicht.
Man vergleicht die Anzahl der unbekannten Karten mit der Anzahl der Outs und dividiert sie dann einfach.
Im folgenden werden wir dies an einem Beispiel erklären.
Gehen wir einmal davon aus, das wir beim Turn einen möglichen Flush haben, d.h. es gibt noch 46 unbekannte Karten (52 Karten minus 2 Pocket Cards und 4offene Gemeinschaftskarten). Von den 46 Karten sind 9 Karten von der Farbe die wir benötigen um den Flush zu erhalten, d.h. 37 Karten sind unnütz und würden uns nicht zum Flush verhelfen aber 9Karten sind unsere Outs.
Jetzt dividieren wir die 37 Karten durch unsere 9 Outs und erhalten rund 4,1 als Ergebnis. Die Quote gegen einen Flush liegt also bei 4,1 zu 1.
Ein erfahrener Pokerspieler würde hier also nur callen, wenn bereits 4 mal soviel Chips im Pot liegen, wie er einsetzen muss um im Spiel zu bleiben.
Wenn man also ein 5€/10€ Limit Hold'em spielt, sollten mindestens 40€ im Pot sein um den Call auf die Riverkarte zu rechtfertigen.
Hier ein weiteres Beispiel
Gehen wir davon aus, das wir an der Reihe sind den Einsatz nach dem Flop zu tätigen. Im Pot befinden sich 7€. Wir spielen 1€/2€ Fixed Limit Hold'em. Wir müssten also 1€ setzen um weiterhin im Spiel zu bleiben, d.h. unsere Pot Odds liegen bei 7:1.
Damit unser Zug erfolgreich sein kann sollten die Pot Odds auf jeden Fall höher sein als die Odds gegen den Erfolg des Zuges.
In unserer Starthand halten wir Bube und Zehn. Im Flop offenbart sich uns eine acht eine neun und eine zwei. Momentan haben wir einen Open Straight (offene Straße), 8, 9, 10, Bube. Laut der Oddstabelle haben wir eine Chance von 4,88 zu 1 gegen den Erfolg im Turn auf einen Straight.
Die Pot Odds liegen bei 7:1, die Odds gegen unseren Zug liegen jedoch nur bei 4,88:1. Somit wäre es angebracht den Zug durchzuführen.
Große Fehler
Anhand des letzten Beispiels möchten wir Ihnen einmal zeigen, wie groß die Chance mit einen Inside Straight Draw ist, den viele wirklich nur ungern abgeben. Gehen wir davon aus wir hätten den Inside Straight Draw nach dem Turn, d.h. wir haben 4 Outs bei noch 46 unbekannten Karten. 42 Karten können wir nicht gebrauchen nur 4 Outs machen uns zum Sieger des Spiels. Wir dividieren die 42 also durch 4, als Ergebnis erhalten wir 10,5, d.h. um unseren Call zu rechtfertigen, muss die Geldmenge im Pot 10mal so groß wie unser Call sein. Das zeigt uns eindeutig, dass ein Call hier unangebracht wäre!
Nachdem wir sie jetzt mit der schwierigen Variante vertraut gemacht haben, müssen wir Ihnen auch die ganz einfache erläutern. :)
Man multipliziert die Anzahl der Outs mit 2 und addiert sie im Anschluss mit 2. Dann erhält man ungefähr die prozentuale Chance auf der Sieg. Bei einem Inside Straight Draw haben wir 4 Outs. Diese muliplizieren wir mit 2 und sie dann mit 2. Als Ergebnis erhalten wir 10. Wir haben also eine Chance von 10%, die Summe zu gewinnen, die sich gerade im Pot befindet. Diese Methode ist nicht ganz so genau und man sollte auch berücksichtigen, dass wir bei dieser Methode nicht in Betracht ziehen, dass noch mehr als nur eine Karte ausstehen können. Sie bestimmt eben nur die Chance, mit der nächsten Karte unsere Out zu bekommen.

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