Ein guter Pokerspieler kennt alle Gewinnwahrscheinlichkeiten. Er weiss, dass er eine Chance von 1 zu 8 hat mit einem Pärchen einen Drilling zu treffen.
Weiterhin wissen Sie auch ganz genau, wie viele Karten es gibt, die ihr Blatt eventuell verbessern könnten (Outs). Die Outs alleine zu kennen reicht nicht aus. Sie wissen genau wieviel der Blick auf die nächste Karte wert ist. Die kann man mit den Pot Odds ermitteln.
2. Psychologie/Analyse
Ein guter Pokerspieler analysiert seine Mitspieler ganz genau. Er versucht sich in sie hinein zu versetzen. Er verschafft sich ein Bild über ihre Stärken und Schwächen. Ein studiert genaustens die Spielweise seiner Gegner. Grundlegend möchte man nur eines herausfinden:
- Welches Blatt hat mein Gegner?
- Was denkt mein Gegner, was ich für ein Blatt habe?
- Was denkt mein Mitspieler, was ich denke, was er für ein Blatt hat?
Wer sich diese 3 Fragen beantworten kann, ist dem Sieg einen ganzen Schritt näher gekommen. Die Kunst des Pokers besteht darin, diese 3 Fragen zu manipulieren. Wenn ich ein gutes Blatt habe, so muss ich dem Gegenüber das genaue Gegenteil vermitteln. Man sollte nie ständig nach dem gleichen Schema agieren, denn dann können die Gegner einen sehr schnell durchschauen. Auch Mimik und Gestik können einen verraten.
3. Disziplin
Disziplin ist ein grundlegender Faktor im Poker. Ein gut disziplinierter Spieler weiß ganz genau, wann er spielen soll und wann es wohl besser wäre auszusteigen.
Da wir alle nur Menschen sind können wir auch Fehler machen. Nur weil man mal einen Fehler gemacht hat, sollte man nicht gleich alles hinschmeißen. Denn man lernt in gewisser weise ja nur aus seinen Fehlern. Schlimm wird es nur, wenn man den gleichen Fehler zum zweiten Mal begeht. Man sollte auch lernen Geduld zu üben. Profis schauen sich nur in 20%-30% den Flop an. Disziplin heißt auch nicht zu spielen, wenn man keine guten Hände bekommt.
4. Gewinne/Verluste
Jeder der pokert, geht auch ein gewisses Risiko ein, denn beim Pokern geht es nun mal um Geldbeträge. Doch der Profi kann für sich genau abschätzen, wann es angebracht ist ein Risiko einzugehen und wann man besser die Finger still hält.
Es gibt verschiedene Arten von Pokerspielern. Zum einen gibt es den sogenannten “Zocker”, dieser Spieler ist sehr risikobereit, d.h. seine Einsätze sind höher als seine Gewinne. Das Spiel stellt für ihn daher ein relativ hohes Risiko, weil er viel verlieren kann. Die richtig guten Pokerspieler mögen das Risiko eher nicht oder versuchen es möglichst gering zu halten. Sicher kann es manchmal schon vorteilhaft sein ein Risiko einzugehen, dennoch sollten sich aber in den meisten Fällen Einsatz und Gewinn in einer guten Balance befinden.
5. Glücksfee
Ohne Glück geht es auch im Pokern nicht. Natürlich sind beim Pokern die ersten 4 Punkte ausschlaggebend. Doch was bringt mir die genaue Berechnung meiner Chancen, die Menschenanalyse und Disziplin, wenn ich mit den Boardcards einfach kein Glück habe. Ein kleines bisschen Kartenglück gehört natürlich beim Pokern auch dazu.


